Die optimale Länge des Snippets: Update 2017

Schon interessant. Erst die aktualisierte Zeichenbeschränkung für Twitter und nun das: Ab Jahresende 2017 setzt Google auf deutlich längere Snippet-Texte. Statt der ca. 160 Zeichen werden für das Meta-Element Description nunmehr ca. 300 Zeichen angesetzt (optimal: zwischen 270 und maximal 300).

Die Umstellung verläuft recht zügig. Für die meisten Treffer auf der Suchergebnisseite gilt ab sofort: Entgegen der bekannten ein und zwei  Zeilen Snippetumfang nehmen die meisten Texte jetzt drei bis vier Zeilen Raum ein (Stand: Mitte Dezember 2017).

Unklar ist allerdings noch, ob die Erweiterung eher in Richtung obligatorisch oder fakultativ geht: Muss das Zeichenvolumen künftig ausgereizt werden oder nicht? Fakt ist: Nicht selten war der Snippetraum bis dato gefühlt zu klein um einen sinnvollen Anreißertext zu formulieren. Hier gibt es künftig mehr Platz und Flexibilität.

Snippets und deren Optimierung – wichtig?

Snippets bezeichnen die Anreißertexte, welche Google unter dem Link für das Suchergebnis auf der SERP (Suchergebnisseite – Search Engine Result Page) ausgibt. Die Definition dieses Textes kann nicht zwingend vom Seitenbetreiber gesteuert werden. Gerade bei deutlich zu kurzen oder auch zu langen Meta Descriptions entschied Google in der Vergangenheit nicht selten, das Snippet selbst zu definieren.

Das Snippet und damit dessen Optimierung ist außerordentlich wichtig. Es kann und soll durch textliche Hervorhebung (Fettung) und dem Inhalt selbst der User dazu bewegt werden, ein mit Blick auf ein Nutzerbedürfnis geeignetes Ergebnis anzuklicken.

Mehr Info über den Anreißertext – Folgen?

So ein Eingriff in die Architektur der Suchergebnisseite wird nicht ohne Folgen bleiben. Die potenziell wichtigsten für SEO und User könnten dabei sein:

A) Möglich, dass künftig für den User mehr einfache (einfach zu beantwortende) Suchanfragen unmittelbar über das Snippet selbst beantwortet werden. Dies könnte zu insgesamt niedrigeren Klickraten (CTR) und damit weniger Traffic auf den eigentlichen Landingpages führen.

B) Der User wird gezwungenermaßen etwas mehr scrollen müssen um in die Tiefen der Suchergebnisse vorzustoßen. Gut möglich, dass sich insbesondere das mobile Scrollverhalten jedoch nicht so schnell anpassen wird. Die Folge: Die Top 3 bis Top 5 könnten künftig noch mehr des gesamten Klick-Traffics auf sich vereinen.

C) Für das Copywriting der Snippets ergeben sich neu zu überdenkende Marschrouten: Künftig dürfte es „noch idealer“ (sorry) sein, Texte zu schreiben, die dem User einen Ausblick darauf geben, dass er bei meinem Suchtreffer richtig ist. Gleichsam aber sollte der Anreißertext das Nutzerbedürfnis zwar stimulieren, ihn nichtsdestotrotz aber auch dazu bewegen, das Ergebnis auch tatsächlich anzuklicken und auf die Landingpage zu wechseln. Gerade für Webseiten, die den Fokus primär auf ein Informationsbedürfnis legen, dürfte dies künftig eine noch größere Herausforderung sein. Wie weiter oben bereits erwähnt, werden die längeren Snippettexte in der Lage sein, mehr Fragen des Users unmittelbar zu beantworten.

 



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