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Dark Post oder Werbeanzeige?

Der Unterschied liegt im Detail

Wir werden immer wieder gefragt, wofür Facebook Dark Posts eigentlich genutzt werden sollten oder überhaupt genutzt werden können. Und was eigentlich besser sei – Dark Post oder Werbeanzeige. Diese Unklarheiten resultieren vermutlich aus der technischen Nähe der Dark Posts oder auch Unpublished Posts zu den sogenannten Targeted Posts. Doch beide Formen unterscheiden sich in einem Punkt: Der Sichtbarkeit, bzw. Nicht-Sichtbarkeit im organischen Bereich. In der Vergangenheit gab es eindeutige Argumente für die Nutzung der Darkposts auf Facebook. Seit geraumer Zeit verschwimmen diese Vorteile jedoch aufgrund der Tatsache, dass Werbeanzeigen ähnliche Möglichkeiten zur spezifischen Ausgestaltung bieten. Einen Unterschied gibt es jedoch nach wie vor, der an dieser Stelle kurz herausgearbeitet werden soll. Vorab jedoch ein paar generelle Worte zu Targeted Posts und Dark Posts.

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Facebook – Targeted Posts

Seit 2012 ist es möglich sogenannte Targeted Posts zu erzeugen, die nur ausgewählten Fans in deren eigenem Newsfeed angezeigt werden. Hierzu muss beim posten die Targetingoption ausgewählt werden (siehe Bild). Festgelegt werden kann dabei etwa, dass der Post nur Männern oder nur Frauen in einem gewissen Alter angezeigt wird. Sodann bekommen eigene Fans diesen Post in deren Newsfeed angezeigt, wenn ein entsprechender Match besteht.

Darüber hinaus jedoch – und dies ist wichtig – ist der Targeted Post jedoch grundsätzlich für jeden sichtbar, da neben der Publikation im Newsfeed der Fans der Post auch auf der eigenen Wall der Fanpage angezeigt wird. Sollte die oben gezeigte Targetingoption nicht verfügbar sein, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit daran liegen, dass die Option nicht freigeschaltet ist. Um dies zu beheben muss man in die Einstellungen gehen und dort unter „Allgemein“ die entsprechende Auswahl „Zielgruppe für Neuigkeiten und Sichtbarkeit für Beiträge“ aktivieren. Übrigens ist ein auf einen bestimmten Kreis an eigenen Fans ausgerichtetes Posting nur dann möglich, wenn man mindestens über 20 Fans verfügt.

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Option „Targeted Posts“ aktivieren

Auch die sogenannten Dark Posts oder auch Unpublished (!) Posts können gezielt an bestimmte Kreise an eigenen Fans vermittelt werden.

Der Unterschied ist nun, dass zum einen bei den Targetingoptionen neben den üblichen sozio-demografischen Kriterien auch die Option Keywords verfügbar ist. Der zweite Unterschied ist der Entscheidende. Wie bereits erwähnt, werden Dark Posts auch Unpublished Posts genannt. Warum? Dark Posts erscheinen nur in den Newsfeeds ausgewählter Fans, nicht jedoch auf der eigenen Facebook Wall.

Ein weiterer, rein technischer Unterschied ist der, dass Dark Posts nicht direkt über die Fanseite ausgespielt werden können. Um einen Dark Post auszusenden, ist der Power Editor zu bemühen. Der entsprechende Prozess ist jedoch simpel. Im Power Editor ist lediglich in den horizontalen Tabs „Seitenbeiträge“ auszuwählen.

Im sich dann öffnenden Dialogfenster kann die Art des Posts gewählt werden (Link, Karusell, Foto, Video, Status, Angebot). Hierauf wird später noch eingegangen. Denn der Teufel steckt im Detail. Wichtig ist dann noch, dass unten in der Dialogbox „Dieser Beitrag wird nur als Werbeanzeige verwendet“ aktiviert ist.

Dark Post über den Power Editor erstellen

Dark Post über den Power Editor erstellen

Prinzipielle Vorteile von Facebook Dark Posts

Im oberen Bild sehen Sie unter anderem eine gelb unterlegte Infobox. In dieser ist das Folgende vermerkt:

Ab jetzt musst du nicht mehr unveröffentlichte Seitenbeiträge verwenden, um Werbeanzeigen zu erstellen. Du kannst Werbeanzeigen, die für die Neuigkeiten geeignet sind, unter dem „Werbeanzeigen“-Reiter im Power Editor erstellen.

Somit wurden einige der einstigen Vorteile der Dark Posts neutralisiert, oder besser gesagt, die einstigen Vorteile dieser speziellen Funktion der Dark Posts können nun auch über die reguläre Gestaltung von Werbeanzeigen realisiert werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme. Bevor auf diese eingegangen wird, werden nachfolgend noch einmal kurz die prinzipiellen Vorteile der Dark Posts erörtert.

Der erste Vorteil der Facebook Dark Posts ist bereits verdeutlicht worden: Dark Posts erscheinen nicht auf der eigenen Facebook Wall. Und aus eben diesem Vorteil ergeben sich weitere Vorzüge, die gezielt ausgespielt werden können.

Dark Posts auf bestimmte Zielgruppen ausrichten

Manchmal ist es so, dass gewisse Posts sich primär an einen (kleinen) Teil der eigenen Fangemeinde richten. Über die Nutzung der Dark Post kann so verhindert werden, dass abseits dieser primären Zielgruppe Fans mit unnötigen Botschaften „gelangweilt“ würden.

Postinhalt variabel und zielgruppengerecht gestalten

Hin und wieder ist es aber auch so, dass sich ein Inhalt an grundsätzlich unterschiedliche Zielgruppen gleichermaßen richtet. Dann kann es von Interesse sein, eben diesen eigentlich gleichen Inhalt je nach Empfänger der Botschaft unterschiedlich aufzubereiten. Etwa, indem man die Tonalität oder auch die mediale Aufbereitung an die Zielgruppe anpasst.

Würde man nun verschiedene Posts mit eigentlich gleichem Inhalt produzieren oder aber Targeted Posts nutzen, so würde man zwangsweise Spam auf der eigenen Facebook Wall erzeugen, da der Post dort mehrmals, in unterschiedlichen Varianten erschiene. Eben dies lässt sich über die Verwendung der Dark Posts vermeiden. Mit den Dark Posts würde man verschiedene Varianten des Posts erstellen und diese auf unterschiedliche Fangruppen hin ausrichten und darüber hinaus möglicherweise noch einen „Standardpost“ auf der eigenen Wall erstellen. (Hinweis: Über den angesprochenen Standardpost könnte sichergestellt werden, dass Fans die ungewollt in keines der anvisierten Raster passen, diesen Post ebenso zu sehen bekämen. Ein solcher Standardpost wäre dann sozusagen ein „Zielgruppen-Fallback“.)

Inhalte testen

Ein weiterer und der vielleicht größte Vorteil der Dark Posts ist bzw. war es, Inhalte gezielt zu testen. Wollte man z.B. ein neues Produkt promoten, dessen Zielgruppe zwar grundsätzlich bekannt ist, hinsichtlich der Segmentierung nach optimaler Interessenlage dieser Zielgruppe jedoch Unklarheit besteht, könnten Dark Posts zum Einsaz kommen. Über die Dark Posts könnte man einen gleichen Post an unterschiedliche Zielgruppen (Zielgruppe Persona A, Zielgruppe Persona B) aussenden und beobachten, wie die jeweilige Reaktion ist. Aus diesen Erkenntnissen wiederum ließen sich wertvolle Informationen für eine nachfolgende Bewerbung des Produkts schöpfen.

Entsprechend wäre es aber auch möglich über Unpublished Posts keine 100% identischen Posts auszusenden sondern solche, die sich minimal unterscheiden. Mittels dieser vorgehensweise ließe sich herausfinden, welche Variante des Postings besser „funktioniert“.

Was nun? Dark Post oder Werbeanzeige?

Uns war es wichtig, noch einmal kurz die grundlegenden Vorteile der Dark Posts aufzuzeigen, da diese mit Blick auf die organische Sichtbarkeit (besser gesagt Unsichtbarkeit) besondere Fähigkeiten besitzen. Jedoch sind alle aufgezeigten Vorteile mittlerweile auch über die Erstellung normaler Werbeanzeigen realisierbar.

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Facebook Dark Post vom Typ „Anzeige“

Alle bis auf einen. Betrachten wir noch einmal die Dialogbox zur Erstellung unveröffentlichter Seitenbeiträge und konzentrieren wir uns hierbei auf den Reiter „Angebot“.

Der unveröffentlichte Seitenbeitrag vom Typ „Angebot“ bietet eine Reihe von Optionen, die man (zum jetzigen Zeitpunkt) so im Rahmen der Gestaltung einer Werbeanzeige weder im Werbeanzeigenmanager noch auf der Fanseite selbst findet – würde man über diese einen Beitrag bewerben wollen. Damit ist Sinn und Zweck der Dark Posts aktuell nicht komplett außer Kraft gesetzt, denn die zusätzlichen Optionen, die einem für die Bewerbung eines Angebots zur Verfügung stehen, sind überaus spannend. Im einzelnen können folgende Angaben gemacht, bzw. Augestaltungsmöglichkeiten genutzt werden:

  • Titel und Beschreibung (maximal 25, bzw. 90 Zeichen)
  • Bild
  • Ablaufdatum

und jetzt wird es wirklich spannend:

  • Erinnerung: An dieser Stelle kann eine Erinnerungsfunktion ausgespielt werden – ein Datum mit Uhrzeit zu dem Ihre Kunden an das bevorstehende Ende der Aktion erinnert werden
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen für das Angebot (maximal 1.500 Zeichen)
  • Beanspruchungslimit: Über dieses Limit kann eine mögliche Inanspruchnahme des Angebots auf eine bestimmte Anzahl Personen begrenzt werden
  • Einlöse-URL: URL der Landingpage (optional)
  • Einlöse-Code: Promotionscode, der für die Inanspruchnahme des Angebots eingegeben werden muss (optional)
  • Barcode (optional)

Wie man sieht, bietet der Dark Post vom Typ Anzeige einige überaus spannende Funktionen, die es so für die Bewerbung mittels einer Werbeanzeige nicht gäbe. Gerade die Möglichkeit der künstlichen Verknappung, die Erinnerungsfunktion (und damit die zeitliche Begrenzung des Angebots, welche einen zusätzlichen Kaufanreiz initiiert) oder auch das Beanspruchungslimit sind hierbei besonders hervorzuheben.

Nachteilig ist die übliche Begrenzung der Zeichenzahl. Aufgrund dieser muss die Botschaft – auch und insbesondere mittels Verwendung eines ansprechenden Bildes – möglichst rasch und auf den Punkt „rübergebracht“ werden.

Insgesamt lässt sich wohl festhalten, dass der Dark Post seine Bedeutung weitestgehend verloren hat und es in Zukunft kaum mehr allzu viele Gespräche geben wird, die sich um derartige Unpublished Posts drehen.

Die besonderen Vorteile jedoch, die der Dark Post vom Typ Anzeige bieten kann, sind in der angesprochenen Nische (limitierte, zielgruppenspezifische Bewerbung von Angeboten!) so groß, dass man diese unbedingt im Hinterkopf behalten sollte.

 

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Instagram Werbung

Mehr Reichweite auf Instagram

Instagram Werbung aktuell: Instagram ist unzweifelhaft der aufsteigende Stern unter den Social Media Kanälen. Inwieweit dieser Trend anhalten wird, sei in der heutigen Zeit dahingestellt. Fakt ist: Wer Markenkommunikation betreibt dürfte mit Blick auf die junge Zielgruppe kaum umhin kommen, sich mit Instagram auseinanderzusetzen. Doch auch für die Erzeugung relevanten Traffics taugen die nunmehr weltweit ausgerollten Instagram Ads.

Fakten: Instagram in Zahlen

Wenngleich Instagram gegenüber Facebook & Co. noch weit zurückliegt was die Nutzerzahlen anbelangt, so ist das aktuelle Wachstum der Foto-App doch mehr als beachtlich. Waren 2013 noch 150 Millionen Instagramer unterwegs sind es heute bereits rund 400 Millionen weltweit. Trend anhaltend. Allein in Deutschland nutzen rund 4 Millionen Menschen die Foto App. Von rund sieben aktiven Nutzern von social media ist somit hierzulande mindestens einer auf Instagram unterwegs. Vorrangig junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren. Und was besonders wichtig ist: Diese Nutzer sind nicht einfach nur „da“. Täglich werden laut Instagram satte 70 Mio Fotos und Videos in das System eingespeist.

Basics: Instagram ist Präsentation

Bevor die neue Werbeplattform (besser: Werbemöglichkeit) mit Ihren Möglichkeiten und Beschränkungen an dieser Stelle vorgestellt werden soll, sei noch einmal kurz umrissen, um was es bei Instagram eigentlich geht, bzw. um was nicht. Diese Basics sind selbstverständlich essentiell wenn es um die Erstellung einer Werbestrategie auf Instagram geht. Wen kann ich auf Instagram erreichen? Was passiert da eigentlich? Was sind die Ansprüche der Zielgruppe?

Instagram ist erst einmal nicht primär Kommunikation. Auch nicht „social“ wie man es von Twitter oder Facebook kennt. Im Vordergrund steht nicht das Vernetzen, der Austausch von Informationen. Es geht um Präsentation. Instagram ist ein Hotspot für die visuelle Darbietung.

Die Suche nach relevanten Informationen funktioniert für Mitglieder hingegen wie bei anderen sozialen Netzwerken auch: Folgen von Instagramern, Suche / Suche über Hashtags, Trends.

Die Fotografie steht im Vordergrund. Wer über Instagram Reichweite erzielen will muss also erst einmal weitestgehend hochwertige Fotografien bereitstellen, die Emotionen zu transportieren vermögen. Die Bilder / Videos können dann angereichert werden mit Informationen (Text, Geo-Tags, Hashtags). Emotionen sind der Schlüssel zur Aufmerksamkeit, die man sich bekanntlich nicht kaufen kann.

Aufmerksamkeit wiederum ist der Schlüssel zu vielem. Unter andere dafür, dass eine Werbebotschaft in das Bewusstsein des Rezipienten gelangen kann und somit ein positiver Markeneffekt…. STOP. Im Bereich des „regulären postens“ von Bildern gilt, dass Instagram nicht dazu genutzt werden sollte, plumpes Branding zu betreiben. Mit Sicherheit darf Branding und Image einer Marke / eines Produkts ein Werbeziel auf Instagram sein. Doch die Zielgruppe – auch die junge – kann sehr wohl Storytelling von plumper Werbung unterscheiden. Markenbotschafter sollten also eher Märchenonkel sein als als Professoren, sollten lieber rütteln, kitzeln und reizen als senden, sollten das „Werbeziel“ erst einmal ordentlich weit in den Hintergrund schieben und bei der Produktion und Auswahl ihrer Fotos auf Instagram vielmehr Kreativität walten lassen. Der „Rest“ kann sich auf dann tatsächlich von alleine ergeben.

Werbeschnittstelle für Instagram Anzeigen

Neben Hochglanzfotografien die Geschichten erzählen, sexy, lustig oder einfangend sind, gibt es seit kurzen aber auch die Möglichkeit auf Instagram klassische Werbeanzeigen auszuspielen. Die Self-Service Werbeschnittstelle läuft über Facebook und hier den den hauseigenen Powereditor (Anmerkung: Seit 2012 gehört Instagram sozusagen zum „Facebook“-Konzern).

Um auf Instagram werben zu können muss die eigene Facebook-Seite in einem ersten Schritt mit einem Instagramprofil verknüpft werden (über die Facebook Seite > Einstellungen > Instagram Werbeanzeigen im Hauptmenü links). Alternativ kann im folgenden Dialog auch aus dem Facebooksystem heraus direkt ein Instagramprofil angelegt werden (falls noch keines verfügbar). Jedoch gilt grundsätzlich: Eine Facebook Seite :: Ein Instagram Account. Wer über ein Business Manager Konto verfügt sollte in einem ersten Schritt dieses mit einem Instagram Ads Konto verknüpfen (Hauptmenü links > Unternehmenseinstellungen > Instagram Konten) und hiernach die Facebook Seite wie oben beschrieben verknüpfen. Ein Facebook Business Manager Konto ist jedoch grundsätzlich nicht notwendig um Ads auf Instagram schalten zu können.

Über den Facebook Power Editor wählt man im nächsten Schritt aus der Menüleiste links „Werbeanzeigen erstellen“ und hiernach oben links „+Werbeanzeige erstellen“. Beachten Sie, dass Facebook derzeit drei Werbeziele für Instagram anbietet:

  • Webseitenklicks
  • App-Installationen
  • Videoaufrufe

Sie müssen – wollen Sie eine Anzeige erstellen, die auf Instagram geschaltet werden kann – eines dieser Instagram „kompatiblen“ Werbeziele auswählen!

Instagram Ads Einstellungen im Facebook PowereditorIm darauf folgenden Schritt benennen Sie wie üblich Kampagne und Anzeigengruppe. Nachfolgend können Sie nun nicht nur wie gewohnt Ihre Facebook Zielseite auswählen, sondern auch Ihr Instagram Konto (siehe Bild). Erstellen Sie anschließend den gewünschten Text und wählen Sie ein Bild. Für Instagram Ads eignen sich am besten Fotos im Format 1080×1080 Pixel. Die Abmessung kann diesen Idealwert allerdings auch unterschreiten. Mindestabmessung (BreitxHöhe): 600×315 Pixel. Je nachdem, ob Sie ein Foto im quadratischen Format wählen oder nicht, erscheint ihre Anzeige dann entsprechend im quadratischen oder im „Landscape“ Format auf Instagram. Schließlich müssen (!) Sie noch einen Call to Action auswählen. Hier stehen Ihnen diverse zur Auswahl („Jetzt buchen“, „Kontaktiere uns“, „Mehr ansehen“, etc.).

Facebook Werbeanzeige bearbeitenBeachten Sie, dass alle Einstellungen zum Targeting sowohl für Facebook-Anzeigen als auch Instagram Werbeanzeigen über die Werbeanzeigengruppe getätigt werden. Wünschen Sie also die Anzeige lediglich auf Instagram zu schalten, klicken Sie hierfür im linken Bereich in der Baumansicht auf „Werbeanzeigengruppen“. Falls der horizontale Tab nicht unmittelbar aufgeklappt ist, klicken Sie auf den Stift (siehe Foto). Nun können Sie unter „Platzierung“ die gewünschte Justierung vornehmen. Was die weiteren Targetingoptionen angeht, stehen Ihnen die üblichen Möglichkeiten, entsprechend den Facebook-Werbeanzeigen, zur Verfügung.

Viel Erfolg!

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Twitter Kampagnen einrichten

Twitter Kampagnen Schritt für Schritt

Seit Februar diesen Jahres kommen nun auch Twitter-Nutzer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Genuss Twitter-Kampagnen schalten zu können. Von nun an können Twitter Kampagnen über das entsprechende Online-Buchungssystem ausgesteuert werden. Wir geben allen Interessenten an dieser Stelle einige Tipps für eine gelungene Kampagnengestaltung…

Einleitung

Werbetreibende in der DACH-Region haben dem Zeitpunkt entgegengefiebert: Nun auch diese auf Twitter Anzeigen, sogenannte Promoted Tweets schalten, mittels derer man für mehr Sichtbarkeit auf Twitter und eine wachsende Gefolgschaft sorgen kann. Der erste Eindruck ist durchaus positiv, wenngleich es einiges zu beachten gibt und auch hier – wie auch auf die altbekannten Facebook-Ads bezogen – natürlich nicht alles Gold ist was glänzt.

Kampagnen-Auswahl

Nachdem man die Möglichkeit zur Erstellung von Twitter-Ads in seinem Konto freigeschaltet und eine entsprechende Zahlungsoption ausgewählt hat, kann es praktisch direkt losgehen. Zuallererst wird man nach Klick auf „NEUE KAMPAGNE ERSTELLEN“ im oberen Menü rechts aufgefordert aus einem der folgenden Ziele zu wählen:

  • FOLLOWER: Follower gewinnen und die Gefolgschaft auf Twitter vergrößern
  • WEBSITECKLICKS / CONVERSIONS: Nutzer auf den eigenen Internetauftritt lotsen
  • TWEET-INTERAKTIONEN: Für Reichweite auf Twitter sorgen und Interaktionen mit der eigenen Botschaft anregen
  • APP-INSTALLATIONEN /-INTERAKTIONEN: Für App-Installationen sorgen, bzw. zur Interaktion mit der App anregen
  • LEADS: Generierung von Email-Adressen
  • INDIVIDUELLE ZIELAUSRICHTUNG

Tipp: Den Kampagnen-Optionen gemeinsam ist der Umstand, dass jeweils pro erreichtem Ziel, also pro Beitragsinteraktion, pro Emailadresse, pro Follower etc. abgerechnet wird!

Primäre Kampagnenoptionen

Im oberen Bereich legt man nun zu Anfang einen Kampagnennamen fest. Achten Sie hier darauf, einen geeigneten Namen zu wählen, sodass Sie die jeweilige Kampagne später problemlos identifizieren können. Auch sollte man hier vermerken, ob es sich um eine Kampagne für DESKTOP- oder MOBILGERÄTE (oder beides) handelt. Hierzu später mehr.

Twitter Ads: Conversion Tracking einrichtenUm CONVERSION TRACKING einzurichten, nutzt man den entsprechenden Link im horizontalen Menü unter „Tools“ und folgt den Anweisungen. Laut Angaben von Twitter funktioniert das Tracking Cross-Device: Sollte ein Nutzer bspws. über ein mobiles Endgerät auf den eigenen Webauftritt gelangen, der Lead, bzw. die Conversion dann jedoch über einen Desktop-Computer erfolgt, so kann dies eindeutig identifiziert werden. Inwieweit dies tatsächlich funktioniert kann an dieser Stelle jedoch nicht abschließend beurteilt werden.

Tipp: Die Tracking-Funktion CONVERSION-TRACKING steht nur für Kampagnen des Typs „WEBSITECKLICKS / CONVERSIONS“ zur Verfügung.

Als letzte primäre Kampagnenoption wählt man nun noch das Start- und Enddatum für die Kampagne. Die Option „sofort starten und unbegrenzt ausführen lassen“ (bis zum manuellen Stopp, versteht sich) steht ebenso zur Auswahl bereit wie die Möglichkeit ein bestimmtes Start- und Enddatum einzufügen.

Promoted Tweets erstellen

Im Bereich „CREATIVE“ wird nun der Tweet erstellt oder aber ein bereits bestehender Tweet ausgewählt. Wie von anderen Werbemöglichkeiten gewohnt, so sollte man auch im Rahmen der Twitter-Anzeigen, bzw. Promoted Tweets die Möglichkeit nutzen, verschiedene Anzeigenentwürfe live zu stellen. So kann geprüft werden was besser funktioniert – nach und nach können auf diese Weise schlechter laufende Anzeigen ermittelt, offline gestellt und somit die CTR (Klickrate) sukzessive erhöht werden.

Erstellt man eine LEAD-Kampagne, so kann man neben den üblichen 140 Zeichen an dieser Stelle auch die notwendige „Lead Generation Card“ und einen Call-to-Action in den Promoted Tweet implementieren. Über die Lead Generation Card gibt der Interessent Namen, Email-Adresse und seine Profilbezeichnung (@Twittername) an.

Handelt es sich um eine Kampagne zur TWEET-INTERAKTION so kann man neben der eigentlichen Textnachricht zudem noch ein Foto hinzufügen. Nutzen Sie unbedingt diese Option!

Tipp: Denken Sie bei der Planung der Posts daran, dass ein Foto im Twitteruniversum Platz benötigt. Dies macht sich dann in einer geringeren Zeichenanzahl für die Textnachricht bemerkbar. Statt 140 Zeichen stehen dem Werbetreibenden bei Nutzung eines Fotos nur noch 117 Zeichen zur Verfügung.

Über den Button „Vorschau“ kann der Tweet testweise angesehen werden. Über „Tweet – nur gesponsert“ wird die Anzeige schließlich in den rechten Bereich verschoben. Hier kann er final ausgewählt oder die Auswahl des Tweets unterbunden werden. Wer mit vorhandenen Tweets arbeitet muss direkt in diesem (rechten) Bereich agieren und dort die entsprechenden Posts auswählen.

Ausrichtung & Targeting

Im Nachfolgenden Block zur Zielgruppendefinition stehen dem Nutzer nun diverse Targeting-Möglichkeiten zur Verfügung.

Neben der Standortauswahl nach Land / Bundesland bzw. Region sowie Metropolen bis hin zu Postleitzahlen ist es möglich nach Nutzersprache zu targeten. Ein Targeting nach Altersguppen ist leider nicht möglich. Um die Zielgruppe einigermaßen einzuschränken, könnte man innerhalb der Targetingfunktion „FOLLOWER HINZUFÜGEN“ jedoch beispielsweise entsprechende Twitter Accounts wählen, deren Gefolgschaft sich vermutlich im entsprechenden Alterssegment bewegt (z.B. @justinbieber für junge Twitternutzer).

Weiterhin kann der Werbetreibende entscheiden, ob seine gesponserten Tweets auf allen möglichen Endgeräten erscheinen, oder nur auf Mobilgeräten, Desktop-Rechnern und so weiter.

Tipp: Auch für Twitter-Kampagnen ist es absulut ratsam für mobile Endgeräte und Desktop-Rechner verschiedene Kampagnen zu erstellen, da sich die Klickraten und damit notwendigen Gebote für beide Formen einfach zu sehr unterscheiden.

Neben dieser noch simplen Auswahl stehen zudem noch weitere, zunehmend granulare Targetingoptionen bereit. So kann man beispielsweise spezifische Mobilfunkanbieter wählen oder sogar Nutzer wählen oder ausschließen, welche Twitter mit einem bestimmten Endgerät das erste Mal nutzen!

Twitter-Anzeigen: Targetingoption Bei Kampagnen zur Steigerung der TWEET-INTERAKTIONEN können Werbetreibende außerdem noch die Möglichkeit des SCHLAGWORT Targetings nutzen. Nach Auswahl von Schlagwörtern, deren Nachfragepotenzial anhand unterschiedlich großer Punkte angedeutet wird, können Gesponserte Meldungen gezielt solchen Nutzern anzeigen werden, die: Nach bestimmten Begriffen suchen oder einst suchten, gewisse Schlagworte selbst in Tweets nutz(t)en oder mit Tweets interagieren, die ihrerseits über diese Schlagworte verfügen. Bei dieser Form des Targetings wird die übliche Nomenklatur verwendet:

  • -keyword, bzw. „-keyword“: Eine Übereinstimmung, bzw. exakte Übereinstimmung („-keyword“) führt zum Ausschluss des Schlagworts
  • keyword: Das Vorkommen des Keywords in irgendeiner Form inklusive weiterer Begriffe und Synonyme führt zur Anzeige
  • „keyword“: Nur wenn das Keyword in exakt der vorgegebenen Form in der Suche genutz wird erfolg eine Impression

DIe Targeting-Option FOLLOWER HINZUFÜGEN ist eine sehr praktische Option. Wie weiter oben bereits beschrieben können hierüber beliebige Twitternutzer ausgewählt werden. Die Ausrichtung erfolgt dann mit Blick auf mutmaßlichen Interessen der Gefolgschaft eben dieser Twitternutzer.

Tipp: In diesem Bereich (FOLLOWER HINZUFÜGEN) können zudem eigene (!) Follower ein- oder ausgeschlossen werden.

Die nächste Targetingfunktion ist die nach INTERESSEN. Hierbei können Werbetreibende bestimmte Interessenkategorien auswählen oder nach Interessen suchen.

Tipp: Nutzen Sie parallel unterschiedliche Targetingoptionen und beobachten Sie, wie sich die geschätzte Reichweite im rechten Bereich entsprechend Ihrer Auswahl anpasst.

Die folgenden Targetingoptionen sind etwas nerdig aber überaus interessant. Zum einen können unter MASSGESCHNEIDERTE ZIELGRUPPEN eigene Listen hochgeladen, bzw. gezielt Menschen angesprochen werden, welche die eigene Website bereits besucht haben (Retargeting). Falls Werbetreibende wünschen sollten, gezielt dann an eine Zielgruppe heranzutreten, wenn diese vor, während oder nach einer bestimmten TV-Sendung vor dem Fernseher sitzt und mit einer Sendung interagiert, ist auch dies möglich. Zusätzlich können hier bestimmte Sendeformate (Comedy, Sport, Talk, etc.) und auch komplette Sendergruppen gewählt werden.

Die Targetingoption nach VERHALTEN steht derzeit nur für den anglo-amerikanischen Raum zur Verfügung.

Nachfolgend können nun auf Wunsch noch gewisse EVENTS gewählt werden. Will ein Werbetreibender beispielsweise Twitternutzer erreichen, die sich gezielt für ein Event wie etwa die US-Open interessieren, so kann dies hier erfolgen. Wer außerdem bestimmte Zielgruppen ausschließen will kann dies, indem er unter „ENGEN SIE DIE ZIELGRUPPENDEFINITION..“ ein tun, indem er eigene Listen wie Kundenstamm hochlädt oder dem System Informationen über bestehende Webseitenbesucher mitteilt. Der Ausschluss nach spezifischem VERHALTEN steht hingegen auch hier wiederum nur für den anglo-amerikanischen Raum bereit.

Budgetoptionen

Twitter Kampagnen: GebotsoptionenAm Ende des Kampagnendesigns legen Werbetreibende nun noch das maximale tägliche BUDGET fest, welches sie gewillt sind auszugeben. Optional kann auch ein maximales Gesamtbudtget formuliert werden.

Ganz unten kann über den Link „Erweiterte Optionen anzeigen“ schließlich noch ausgewählt werden, ob das System automatisch den „besten Preis“ festlegen soll oder ob ein manuelles Bidding bevorzugt wird. Twitter gibt für das manuelle Gebot einen Richtwert vor („Gebote anderer Werbekunden“). Lassen Sie sich hiervon nicht irritieren. Die Best-Practice an dieser Stelle ist unserer Erfahrung nach, die automatische Option zu wählen und die Kampagne erst einmal ein paar Tage laufen zu lassen um zu sehen, welche Preise sich je Zielerreichung ergeben. Hiernach kann auf manuelles Bidding umgestellt und der Ausgangswert (Preis) schrittweise unterschritten werden.

Tipp: Ist das Budget beschränkt, sollen Posts aber gleichzeitig über den Tag hinweg Impressions erzielen, sollte man besser die manuelle Gebotsoption wählen. Denn mit der automatischen Option werden Tagesbudgets teils äußerst rasch (!) aufgebraucht. Das Twitter-Ads System erlaubt es leider (noch?) nicht, über eine entsprechende Option für eine gleichmäßige Verteilung von Impressions zusorgen. Man kann aber versuchen dies zu steuern, indem man das Gebot manuell festlegt und bewusst etwas niedriger ansetzt.

Probleme bei der Kampagnenerstellung, oder Social Media Marketing allgemein?

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Facebook macht ernst: Displaywerbung

Facebook & Displaywerbung?

Facebook verfügt über irrwitzig viele Daten. Name? Geburtsdatum? Pillepalle. Facebook verfügt über tonnenschwere Daten, die für die Werbeindustrie von höchstem Interesse sind. Interesse – eben darum geht’s. Facebook weiß oder glaubt zu wissen, was Facebook-Nutzer interessiert. Und nun ist Facebook an der Börse und muss mal eben dem Druck von Shareholdern nachgeben und Einnahmen generieren. All dies spricht für Facebook dafür, den Blick nunmehr auch über den eigenen (Social Media-)Tellerrand hinaus zu richten.

Displaynetzwerk: Google!

Googles Displaynetzwerk dürfte bekannt sein. Hier buchen Werbetreibende Werbeplätze in Millionen von Websites, die ihrerseits eben diesem Displaynetzwerk entgeltlich Raum für Kommunikation zur Verfügung stellen. Das Targeting funktioniert hierbei allerdings nicht so richtig – um es gelinde auszudrücken. Die Kraft der Cookies ist beschränkt.

Displaynetzwerk: Facebook!

Mit Cookies gibt es also Probleme. Da wäre natürlich der Datenschutz (Cookie-Richtlinie) aber auch die Tatsache, dass User heutzutage sehr „fließend“ sind in ihrem Nutzerverhalten. Eben noch am Computer (desktop) und jetzt schon unterwegs mit dem Handy. Zwischendurch noch schnell mit dem Tablet eine Seite aufgerufen. Da wird Targeting zum Glücksspiel. Denn zu wissen welcher User gerade an welchem Gerät aktiv ist und vor allem ob es sich auch um den gleichen handelt (mal von demografischen Kriterien wie männlich? weiblich? Alter? völlig abgesehen) ist echt eine Herkulesaufgabe. Oder besser gesagt (um in der griechischen Mythologie zu bleiben): Wohl eher eine Sisyphusaufgabe!

Nun, seit diesen Tagen scheint eines völlig klar zu sein: Facebook will in den Markt für Displayanzeigen einsteigen und zwar außerhalb seiner eigenen sozialen Plattform. So pfeifen es zumindest die Spatzen von den Dächern (siehe etwa: Wallstreet Journal).

Man stelle sich vor: Die oben angesprochene riesige Datenmenge von Facebook könnte dazu genutzt werden, Werbung exakt zugeschnitten auszuliefern! Facebook-Nutzer sind meist den ganzen Tag eingeloggt und dies nicht nur auf dem Computer. Auf dem Smartphone und Tablet über entsprechende Apps eigentlich sowieso immer. Wie alt ist der Nutzer? Wofür interessiert er sich sonst noch? Was hat er in der Vergangenheit gekauft, etc.? Die Facebook-ID, so gesehen ein digitaler Fingerprint von Facebook, macht es möglich. Die Facebook-ID wäre das neue Cookie – nur eben viel viel mächtiger. Aber ein (großes, dickes, richtig fettes) Fragezeichen gibt es: Wie sieht es hierbei mit dem Datenschutz aus? Denn überlegt man sich, wie viele Schwierigkeiten es bereits beim Einsatz von Cookies gab und gibt (und Cookies enthalten KEINE Klardaten!) so kann man sich sicherlich ausrechnen, wie umkämpft erst dieses Themengebiet sein wird. Gerade in Deutschland oder auch in Eruopa generell wird man (Datenschützer, Google und Facebook) sich möglicherweise schon in absehbarer Zeit erst einmal ausgiebig im Gerichtssaal treffen müssen. Dennoch: Höchstspannende Wochen stehen uns bevor.

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Pinterest Werbung Phase 2

Pinterest – Promoted Pins

Pinterest hat schon immer viel Rummel im Online Marketing, bzw. in der Netzgemeinde gemacht. Eine Seite, die nicht darauf aus ist soziale Netzwerke zu bilden, sondern Nutzern die Möglichkeit geben will Ideen, Visionen oder flüchtige Eindrücke in Form von Bildern zu speichern oder zu suchen. Die nächste Reise geht nach Antalya. Was gibt es dort zu entdecken? Einfach auf Pinterest gehen und nach Antalya suchen, entsprechende Pins klicken und Reise planen. Nur eine Möglichkeit von Pinterest.

Motive des milliardenschwerden Aufsteigers

Finanziell ist Pinterest mittlerweile ziemlich aufgeladen. Rund 5 Milliarden Dollar schwer ist das Unternehmen, das bis dato selbst über keine wirkliche Einnahmequelle verfügt. Schon seit Längerem plant Pinterest deshalb, in den lukrativen Werbemarkt einzusteigen. Wer künftig etwa nach Rezeptideen, modischen Accessoires oder Ideen für einen Kurztrip sucht, der soll nicht mehr nur Pins von Nutzern eingeblendet bekommen, sondern auch Werbeanzeigen – die sogenannten „Promoted Pins“. Diese Pins werden sich von den restlichen Pins kaum unterscheiden (nur zu erkennen am Hinweis „Promoted Pin“) und unaufgeregt in die Pinlandschaft integriert werden – bei entsprechender Relevanz der Pins für die Suchanfrage. Pinterest setzt also auf Qualität. Die Werbekunden ihrerseits setzen auf einen immer stärker wachsenden Marktplatz für Bilder und Informationen.

Erste Versuche in den USA

Die Promoted Pins befinden sich gerade in der Betaphase. Einer Handvoll ausgewählter „Partnerunternehmen“ wird derzeit die Möglichkeit gegeben, derartige Werbebotschaften in den Pinterest-Stream zu integrieren. Zu den besagten Unternehmen gehören beispielsweise Kraft Foods, Disney, expedia.com und auch Nestlé. Die Betaphase soll zum einen primär die Akzeptanz der User für derartige Werbebotschaften offenlegen und darüber hinaus selbstverständlich den Werbekunden und Pinterest selbst einen ersten Eindruck zur Performance (Klickrate) der Promoted Posts liefern.

Pinterest beliebt

Das Marktforschungsunternehmen GlobalWebIndex bescheinigt Pinterest auf das erste Quartal 2014 bezogen ein (weltweit gesehen) positives Wachstum der Nutzerzahlen. Damit gehört Pinterest zu den drei großen sozialen Netzwerken (neben Instagram und Tumblr), die sich derzeit in einer Wachstumsphase befinden. Allein in Deutschland ist die Schar an Nutzern in den vergangenen 12 Monaten um rund 160 Prozent gestiegen. Und Wachstum weckt Begehrlichkeiten. Von eben diesen will Pinterest mit den Promoted Pins profitieren. Marketer in Deutschland dürfen gespannt sein, ob und wann das Rollout in Deutschland stattfindet.

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Was stimmt nicht mit der Facebook-Werbung?

Facebook-Werbung: Genial & personalisiert?

Im Prinzip bietet Facebook eine für Werbetreibende geniale Methode zur Ausspielung personalisierter Werbung. Man hat jedoch den Eindruck, dass der Zwang Geld zu verdienen deutlich an dem Ast sägt auf dem eben dieses Konzept sitzt.

Facebook-Ads: Der Plan

Facebook nutzt primär (Nutzung von Cookies ergänzt die im Folgenden angesprochene Vorgehensweise) zwei Parameter für die Auslieferung der klassischen Werbeanzeigen: Die Daten der User welche im Profil hinterlegt wurden und die Semantik der Beiträge der Nutzer.

Über beide Datenppols hinweg wird mutmaßlich versucht eine optimale Schnittmenge zu generieren welche die Interessen und möglichen Bedarfe der User abbildet. Hierdurch sollen dem User Werbeanzeigen eingeblendet werden die seinen Interessen entsprechen was umgekehrt die CTR direkt beeinflusst (beeinflussen soll). Es entstünde eine echte win-win Situation.

Facebook-Werbung: Hier hakt es

Was im Prinzip so genial anmutet, stellt sich in Wahrheit als unausgereift dar.

1. Viele User wundern sich, dass Sie ständig Werbung für Suppen oder Automobilzubehör angepriesen bekommen, obwohl sie praktisch nie Suppen essen und auch kein Auto haben. Missmatch von Interessen und Werbeausspielung.

2. Viele User werden mit Single-Werbung überhäuft die an pornolastigen Spam aus den frühen 2000ern erinnert.

3. Viele der Werbeanzeigen sind hinsichtlich einzuhaltender Qualitätsrichtlinien und teilweise sogar markenschutzrechtlichen Gründen heraus als bedeutsam kritisch anzusehen.

4. Nicht nur die persönlichen (eigenen) Beiträge durchleuchtet Facebook auf für Werbeanzeigen relevante Inhalte. Auch das Gesagte von Freunden, die auf meiner Facebook-Seite etwa einen Kommentar abgeben, fließt in die Werbe-Rasterfahndung mit ein. Das wiederum kann schnell dazu führen, dass ein semantisches Profil eines Users schnell verwässert. Hierdurch ergibt sich nämlich nicht etwa ein in die Tiefe gehendes Profil der Person, sondern eher ein in die Breite gehendes. Gut für Facebook: Denn so passt der User mit höherer Wahrscheinlichkeit in die von Werbetreibenden gewünschte Zielgruppe.
Was ist die Folge?

Die Gefahr für Facebook könnte mittel- bis langfristig insbesondere natürlich darin bestehen, dass Werbetreibende diesem Werbekanal Budgets entziehen um sie in einem effizienteren Umfeld auszuspielen. Vor allem auch deshalb, weil Facebook Stand der Dinge beispielsweise gegenüber Google AdWords auch nicht gerade mit transparenten Daten hinsichtlich der Werbewirksamkeit brilliert. Zwar ist Facebook nach wie vor geeignet Werbung mit einer hohen Targetingqualität zu präsentieren. Jedoch besteht potenziell nach und nach gerade auch durch die Nutzung der aus der Semantik gewonnenen „Daten“ die Gefahr, dass eben dieses Targeting weiter verschwimmt.

Zudem könnte ganz Allgemein gesprochen das Werbeumfeld auf Facebook immer mehr verwässern, an Qualität verlieren oder gar in Verruf geraten wenn noch mehr Werbetreibede mit fragwürdigen Produkten Facebook als Plattform nutzen.

Weiterhin besteht mit Sicherheit potenziell eine große Gefahr dahingehend, dass User sich mehr und mehr aufgrund fragwürdiger Werbeeinblendungen gestört fühlen (Reaktanz).

Was tun?

Facebook muss mehr darauf achten, Werbung zielgruppengenau auszuspielen. Hier müsste das Motto lauten Qualität (Treffsicherheit) vor Quantität (generierte Impressionen). Facebook müsste mehr Manpower zur Verfügung stellen um Anfragen von Werbetreibenden besser bearbeiten zu können und insbesondere, um in der Lage zu sein die Einhaltung der Werberichtlinien besser zu gewährleisten.

Die Idee hinter dem Werbekonzept ist genial. Facebook ist nach wie vor beliebt. Doch die Schonfrist in dieser Hinsicht könnte für das soziale Netzwerk bald ablaufen – auch, weil andere (social) Werbe-Kanäle nicht tatenlos bleiben.