Sichtbarkeitsindex in der Abstiegszone

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Sichtbarkeitsindex in der Abstiegszone

Die Freude auf das Wochenende ist groß. Die Freude auf den Fußball ist groß! Da haben wir uns gedacht – schauen – wir uns mal die aktuellen Sichtbarkeitswerte der Abstiegskandidaten etwas genauer an (Stand: 10. März 2017).

Wir dachten uns – vielleicht kann man ja an der aktuellen Sichtbarkeit der vier letzten Vereine aus der Fußball Bundesliga ablesen, wer es noch schafft und wer nicht? OK. Dieser Artikel ist insoweit absolut nicht wirklich ernst gemeint! Trotzdem. Schau mer mal.

Darmstadt 98, Ingolstadt, der HSV oder die Wölfe?

Aktuell sieht es für die folgenden vier Vereine nicht wirklich rosig aus, was den Klassenerhalt angeht. So mancher hat sich an eine solche Situation ja bereits gewöhnt und erfährt hier eher ein déjà-vu (vu vu). Andere schauen sich möglicherweise verdutzt um: Was? Wo? Wir? Hier unten? Die vier Kandidaten sind aktuell:

  • VFL Wolfsburg
  • HSV
  • FC Ingolstadt
  • Darmstadt 98

Wollen wir mal sehen, wie es um die Sichtbarkeit dieser vier Vereine in Google steht. Hierfür haben wir den SISTRIX Sichtbarkeitsindex für die Analyse herangezogen.

Vorab noch einma zur Erklärung. Der Sichtbarkeitsindex von Sistrix bildet – so wie jeder andere Sichtbarkeitsindex im Grunde genommen auch – die Sichtbarkeit einer Webseite anhand einer Vielzahl von Schlüsselbegriff-Rankings, gewichtet mit deren Bedeutsamkeit (Nachfragepotenzial / Wettbewerb) ab.

Der Pool aus Keywords, aus dem der Index jeweils errechnet wird, beinhaltet gleichzeitig weniger wichtige bzw. nachgefragte (Long-Tail), sowie komplett unbedeutende Schlüsselbegriffe bis hin zu den mutmaßlich wichtigsten, da nachfragestärksten Keywords einer Webseite.

In gewissen Grenzen kann anhand einer Trendanalyse der Grad der Gesundheit einer Webseite innerhalb der organischen Suchergebnisse abgelesen werden. Und noch wichtiger: Über eine Interpolation bzw. Fortschreibung der Daten wird versucht, Entwicklungen vorherzusagen.

Wir wollen nun mal eben diese Interpolation der Daten missbrauchen und anhand der Entwicklung des Sichtbarkeitsindex eine komplett metaphysisch-zweckentfremdete Aussage über die Wahrscheinlichkeit des Verbleibs oder Nicht-Verbleibs dieser vier Kandidaten in der Fußball-Bundesliga treffen.

Die Grafik oben zeigt den Sichtbarkeitsverlauf der Webseiten für die vier Vereine an. Die rote Linie steht hierbei für den Hamburger Sportverein, die blaue Linie für den FC Ingolstadt, die grüne für Darmstadt 98 und – ja der VfL Wolfsburg spielt heute mal in gelb.

HSV

Der Hamburger Sportverein ist seit einigen Jahren ja so einiges gewohnt. Der Sichtbarkeitsverlauf spiegelt dies recht gut wieder. Wie man erkennen kann, ist dieser ziemlich volatil. Soll heißen: Es geht ständig auf und ab.

Im Mai vergangenen Jahres, also am Ende der Spielzeit 15/16 dann der Fast-Absturz. Zu diesem Zeitpunkt büßt die Vereinswebseite offensichtlich ordentlich Rankings in Google ein. Ein Vorgang, der die Verantwortlichen sicherlich aufschrecken ließ. Eine solch ausgeprägte und radikale Delle im Sichtbarkeitsverlauf ist mehr als nur ein Warnsignal. Vor allem dann, wenn ein solcher Absturz sich nicht binnen kurzer Zeit wieder selbst regelt und korrigiert. Beim Hamburger Sportverein hat dies etwas länger gedauert, doch schlussendlich konnte der Negativtrend im September letzten Jahres umgekehrt werden und der HSV zog noch einmal seinen Kopf aus der Schlinge.

Worin dieser zwischenzeitliche Verlust an Sichtbarkeit von rund 50 Prozent wurzelte, kann auf die Schnelle nicht gesagt werden. Nur so viel: Hier fand keine Bereinigung von komplett themenfremden Begrifflichkeiten statt. Vielmehr verlor die Seite für Begriffe wie „Hamburg“ ordentlich an Boden und flog für andere gar komplett aus den Top 100 (z.b. „Bundesliga Spieltag“, „Fußball Tabelle“ oder „Fußball Ticker“).

De facto rappelte sich der Hamburger Sportverein jedoch Ende verganenen Jahres wieder auf, kam dann jedoch erneut ins Schleudern, berappelte sich erneut und… stürzt aktuell wieder ab. Die Trendanalyse macht die Hanseaten an dieser Stelle somit auf den ersten Blick eher wenig Mut. Allerdings folgt dieser Abwärtskanal unmittelbar auf einen Aufwärtskanal. Möglicherweise ein Zeichen für „hier ist alles möglich – Abgang oder Helden“.

FC Ingolstadt

Der FC Ingolstad weist solch eine Berg- und Talfahrt nicht auf. Seine Sichtbarkeit zeigt einen sehr sehr stabil ausgeprägten Seitwärtstrend.

Seit Beginn der Datenerfassung – und dies ist das insbesondere erstaunliche an dieser „Kurve“ – zeigt die Vereinswebseite des FC Ingolstadt praktisch kaum größere Verluste, noch entsprechend größere Zugewinne an Sichtbarkeit.

Anders ausgedrückt: Die Schanzer sind super schlecht auszurechnen.

Darmstadt 98

Der recht kleine Club aus Darmstadt hat seit seinem Aufsteig 2015 eine wirklich beachtliche Leistung hingelegt was das Suchmaschinenmarketing anbelangt. Immerhin konnte die Sichtbarkeit der Webseite zwischenzeitlich verdreifacht werden. Überaus respektabel! Wobei sich für diesen Zugewinn wohl primär die Kopplung an das mehr an öffentlicher Aufmerksamkeit und damit Zugewinne im Bereich der Verlinkungen der Vereinswebseite verantwortlich zeichnen dürften.

Nach einem Boom folgte dann jedoch in der jüngeren Vergangenheit eine schleichende Rezession, die ca. vor einem Jahr begann. Doch man machte eben das, was man am besten kann: Kämpfen! So berappelten sich auch die Lilien zum Jahresende 2016 noch einmal und erreichten Ende Dezember den zweithöchsten Sichtbarkeitswert seit Beginn der Datenaufzeichnung. Jedoch seit dem, oh weh, geht es für den sympathischen Verein deutlich und eindeutig nach unten.

VfL Wolfsburg

Der Verein mit dem aktuell (wie gesagt, wir befinden uns Mitte März 2017) größten „ja träum ich schlecht“ Potenzial ist wohl der VfL aus Wolfsburg. Wir wollen es an dieser Stelle kurz machen. Der Sichtbarkeitsindex der Wölfe ist generell gesehen eigentlich eher unspektakulär. Seit bestehen der Datenaufzeichnung könnte man auch hier eine ziemlich glatte Linie von links nach rechts ziehen, wobei der insgesamt einigermaßen stabile Verlauf auch hier von diversen Auf- und Abwärtskanälen durchzogen ist.

Allerdings – und wir wollen uns ja die aktuellen Trends ansehen – in den letzten 4 Wochen hat der Verein knapp 20 Prozent an Sichtbarkeit verloren. Hier tut sich somit ganz plötzlich und unerwartet zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt in der Saison ein Abwärtskanal auf. Dieser spiegelt dann auch die momentan fußballerisch gesehen eher etwas schiefe Lage des Vereins in der ersten Fußball Bundesliga wider.

Epilog

Und jetzt? Welcher Verein wäre entsprechend der Entwicklung seines Sichtbarkeitstrends somit in allergrößter Not? Die Zusammenfassung:

  • FC Ingolstadt: Die große Unbekannte in Sachen Sichtbarkeit. Hier scheint alles möglich. Lässt sich nicht in die Karten schauen und auch nicht aus der Ruhe bringen. Abstiegswahrscheinlichkeit: Komplett offen.
  • Hamburger SV: Es geht aufwärts, es geht abwärts. Somit auch hier: Alles offen. Allerdings zeigt der Trend derzeit eindeutig nach unten. Jedoch..
  • VfL Wolfsburg: Wie beim HSV geht es auch in Wolfsburg derzeit was den Index angeht bergab. Und die Wolfsburger haben gegenüber dem Dino die schlechtere Ausgangslage. Denn dieser kennt sich nicht nur bestens aus in Sachen Abstiegskampf. Der HSV ist außerdem was die Sichtbarkeit angeht insgesamt deutlich besser aufgestellt als der VfL. Abstiegsgefahr beim VfL somit: Akut!
  • Darmstadt 98: Man leidet mit den Kleineren. Und wir würden uns wünschen, dass die Trendlinie hier lügt. Doch wie es aussieht, gibt es für die Lilien kaum noch Hoffnung.

Wir legen uns somit fest. Unser Blick in die Verläufe der Sichtbarkeitslinien sagt: Darmstadt steigt ab, Wolfsburg ebenso, HSV Relegation (und die übersteht der Dino selbstredend traditionell). Ingolstadt wiederum spielt sich aus der Fast-Versenkung zurück in die sichere Punkteregion.

Mal sehen was daraus wird. Wir bleiben jedoch sportlich gesehen fast neutral, drücken als Agentur aus Hamburg dem Dino der Liga jedoch – wir bitten dies zu entschuldigen – ganz ganz doll und fürchterlich fest die Daumen! Wem diese Vorhersage so gar nicht schmeckt, der sei hiermit getröstet: Fehler gehören zur Trendanalyse wie der Rasen zum Fußball.

Nachtrag Ende Mai: Also so schlecht lagen wir ja gar nicht °°

 

 

Autor

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2 Comments

    Matz_ab

    joaaaahhh schau mer wirklich mal… wenn ich drank denke werde ich in 8 wochen noch mal vorbeischauen und die Gegenprobe machen 😉

      i and i

      i and i

      Vielleicht wissen wir nach diesem Wochenende ja bereits mehr °° Jedenfalls drücken wir Deinem Klub die Daumen Matz_ab. Wir sehen uns!

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