Ladegeschwindigkeit verbessern * SEO-Snack *

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SEO & Ladegeschwindigkeit

Seit einigen Jahren betet Google das Mantra Ladegeschwindigkeit der Webseite rauf und runter. Und wenngleich nur ein verschwindend geriger Teil der wirklich langsamen Webseiten abgestraft worden zu sein scheint: In einer Zeit der digitalen Ungeduld ist es ein superwichtiger Aspekt dem User einen schnellen Seitenaufbau zu liefern.

Und falls Google eine langsame Seite möglicherweise tatsächlich nicht mit Rankingverlusten bestrafen sollte: Spätestens der User und auch die Konkurrenz werden mit Sicherheit für eine Abstrafung sorgen, sollte die Ladezeit eine kritische Grenze überschreiten.

Wem das Thema aufgrund seiner technischen Wurzel dennoch langweilig oder wenig sexy erscheinet, der möge sich vor Augen führen, dass an diesem Punkt das Optimierungspotenzial in den höchsteigenen Händen liegt. Ein Faktor, der im Bereich SEO echten Seltenheitswert hat.

Wie kann ich die Ladegeschwindigkeit meiner Seite erhöhen?

Grundsätzlich sollte man beachten, dass die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus an drei seidenen Fäden hängt:

  • Geschwindigkeit des Servers
  • Content Management System (CMS – falls verwendet) inklusive Template
  • Inhalt

Server

Wer beim Hosting spart, spart definitiv an der falschen Stelle. Informieren Sie sich vorab über beispielsweise Foren, welche Vor- und Nachteile ein Host hat. Ziehen Sie nötigenfalls mit Ihrer Webseite um. Dies ist tatsächlich ein Haufen Arbeit. Aber er lohnt sich.

Neben der Verbesserung der Ladegeschwindigkeit kann eine gute Auswahl des Servers / Hosts zudem einen flankierenden SEO-Effekt aufweisen. Nämlich dann, wenn Sie sich Ihre IP-Adresse künftig nicht mehr mit hundert anderen Webseiten (und hier möglicherweise fragwürdigen, digitalen Angeboten) teilen.

CMS / Template

Optimieren Sie das CMS, indem Sie ihm unbedingt folgende Einstellungen zuweisen:

  • Browser-Caching aktivieren
  • Bildkomprimierung nutzen

Sehr empfehlenswerte Browser-Caching Plugins sind beispielsweise W3 Total Cache (WordPress), ZenCache (ebenfalls WordPress) oder JotCache für Joomla!

Bilder (und mehr und mehr Videos) sind das Salz in der SEO-Suppe. Oftmals wird jedoch der Fehler begangen, Bilder in jedweden Größen in die CMS-Datenbank einzupflegen nach dem Motto „mein CMS verkleinert die Bilder sowieso“. Bilder werden dann zwar verkleinert dargestellt, meist jedoch im Original geladen – was die Ladegeschwindigkeit deutlich drücken kann. Auch für die Bildkomprimierung gibt es eine Reihe hervorragender und meist kostenloser Plugins, die sich um die Skalierung kümmern. Für WordPress sei an dieser Stelle WP Smush genannt.

Das Template, also die Designvorlage, ist besonders bedeutsam, wenn es um die Ladegeschwindigkeit der Webseite geht. Nicht selten sind Templates mit CSS (Inline-Styles oder viele eingebundene CSS-Dateien) überfrachtet. Vermeiden Sie Inline-Styles wo immer es möglich ist und kombinieren Sie ihre CSS Dateien. Eine gute Übersicht über entsprechende Möglichkeiten bietet folgender Artikel der Agentur Kreativdenker.

Prüfen Sie also am besten einfach mal Ihren Websitecode. Notfalls sollten Sie auch hier einen Wechsel des Templates nicht scheuen!

Des Weiteren gehört zu jedem CMS eine Datenbank. Mit den Jahren (Inhalte werden kopiert, gelöscht, verschoben, Plugins werden installiert und deinstalliert) kann sich die Datenbank unnötig aufblähen. Dies verringert die Ladezeit der Webseite ebenso! Ab und an sollte man somit seine Datenbank aufräumen. Auch hier gibt es hilfreiche Tools und Plugins. So etwa WP Clean Up für WordPress.

Und weil hier ständig von Plugins die Rede ist: Nutzen Sie sinnvolle Plugins. Aber nur sinnvolle. Auch Plugins verlangsamen das CMS. Achten Sie also darauf, nicht wahllos Plugins zu installieren. Neben der Verlangsamung des CMS stellen Plugins zudem stets (bzw. oftmals) ein Sicherheitsrisiko dar. Informieren Sie sich vor deren Installation über entsprechende Reviews und bereinigen Sie ab und an (siehe vorigen Absatz) Ihre Datenbank falls Sie sich von Plugins wieder trennen, denn ein Löschen oder Deaktivieren des Plugins löscht meist nur einen Teil der Datei.

Seiteninhalt

Natürlich belastet auch der Inhalt einer Seite selbst den Seitenaufbau. Schreiben Sie also möglichst wenig! Kleiner Scherz… Und dennoch: Achten Sie etwa darauf, dass Sie nicht unnötigerweise externe Inhalte über Frames einbinden. So sollten Sie Videos beispielsweise stets auf ihren Server einbinden und direkt in den Content einbetten, anstatt von einer externen Seite zu laden. Auch bei den Bildern, die ja bereits angesprochen wurden, solle man trotz aller Plugins vor dem Hochladen auf den Server die Dateigröße einmal prüfen und notwendigenfalls reduzieren. Dies ist mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen sehr unproblematisch zu lösen (etwa Gimp).

Last but not least

Vielleicht gehört dieser Absatz auch an den Anfang dieses Artikels. Denn um zu wissen wie schnell oder langsam eine Seite ist, sind Tools von Nöten, welche die Ladegeschwindigkeit testen. Aber auch nach getaner Arbeit möchte man natürlich wissen, wie und ob die Optimierung der Ladegeschwindigkeit auch tatsächlich erfolgreich war.

Erneut kann man hierbei auf diverse kostenlose Tools im Netz zurückgreifen. Unbedingt sollte man die Ladegeschwindigkeit der Webseite mit Googles hauseigenem Tool PageSpeed Insights einmal testen. Goolge zeigt nicht nur wie gut die Seite in Sachen Speed performt sondern gibt auch Tipps, wie man die Geschwindigkeit verbessert. Des Weiteren ist webpagetest.org eine sehr gute Anlaufstelle, ebenso wie der Speedtest von Pingdom.com. Letzterer gibt einem freundlicherweise gleich Auskunft darüber, wie man im Vergleich mit anderen Webseiten in Sachen Ladegeschwindigkeit so abschneidet.

Screenshot pingdom.com

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