Rankings verbessern *SEO-Snack*

Bildnachweis: © Andy Ilmberger - Fotolia.com

Rankings verbessern –
Effizient & einfach

STOPP: Rankings verbessern ist definitiv nicht einfach. Und mit der Effizienz unter Zeitaspekten gesehen ist es auch so eine Sache. Vielmehr ist Suchmaschinenoptimierung ein langwieriger Prozess. Doch kennen Sie die 80:20 Regel von Pareto?

Einfache Rankings, statt einfach verbessern

Es geht hier nicht darum, wie Sie Rankings einfach verbessern können. Wenn jemand zu Ihnen sagt, dass er ihre Rankings einfach pushen kann, sollten Sie vielmehr skeptisch sein.

Doch verwenden wir tatsächlich oft viel zu viel Zeit für die komplexen Dinge, anstatt uns auf das Simple zu konzentrieren und dieses nutzbar zu machen. Das Paretoprinzip besagt, dass man ein angestrebtes Ziel (Ergebnis) allgemein gesprochen zu 80 Prozent erreicht, indem man lediglich 20 Prozent der insgesamt aufgewendeten Zeit verbraucht.

Anders ausgedrückt: Der weitaus größte Anteil der Energie (80 Prozent) kommt gerade mal einem Fünftel des Ergebnisses zugute. Das macht schon nachdenklich, weshalb sich dieser Beitrag der Frage widmet: Welche relativ simple Möglichkeiten gibt es, Rankings ohne allzugroßen Arbeitsaufwand zu verbessern?

Wenn Sie nach solch einem Thema suchen werden Sie Unmengen an entsprechenden Artikeln finden. Die meisten kreisen nicht um die eigentliche Antwort auf die Frage. Denn der Kern der Antwort liegt zuallererst in der Analyse und erst dann in der Methodik.

Wenn es überhaupt einen einfachen und schnellen Weg gibt, seine Position für gewisse Keywords in der Suchmaschine zu verbessern, dann den, sich auf die Suche nach Keywords zu machen, für die man bereits mittelprächtig gute SERP (Search Engine Result Page) Positionen sein Eigen nennt, diese bewertet und dann gezielt anpackt.

Analyse: Low Hanging Fruits

Gehen Sie einfach Ihre Seiten – also die Startseite Ihrer Webseite und deren Unterseite – nach dem folgenden Prinzip durch. So werden Sie in relativ kurzer Zeit eine potenzielle (!) Verbesserung Ihrer Rankings erzielen und damit die viel zitierten Low Hanging Fruits ernten können (Low Hanging = Sie müssen sich nicht allzusehr strecken, um die Früchte zu ernten).

Schritt 1: Keywordidentifikation

Voraussetzung für dieses Konzept ist, dass Ihre Webseite bereits über Content verfügt. Denn dann wird sie mutmaßlich auch über Rankings verfügen. Was Sie tun sollten: Identifizieren Sie Schlüsselbegriffe und Phrasen für welche die Seite / Unterseite bereits rankt, jedoch nicht allzu gut. Ideal sind hierbei Rankings, die im Bereich Suchmaschinenposition 8 bis 20 liegen.

Wie macht man das am besten? Relativ einfach ist dies mit SEO-Tools wie der Sistrix Toolbox zu bewerkstelligen. Da jedoch nicht jeder über einen entsprechenden Account verfügt empfehlen wir an dieser Stelle, Google Analytics zu nutzen.

Keywords in Google Analytics mit Verknüpfung Search ConsoleVoraussetzung ist jedoch, dass Sie die Search Console mit der entsprechenden Google Analytivs Property verknüpfen. Das haben Sie noch nicht? Nun, dann haben wir hier bereits das erste Learning für Sie, das Gold wert ist.

Denn in Google Analytics werden Sie standardmäßig über „Akquisition > Kampagnen > Organische Keywords“ nur sehr wenig über die Suchbegriffe erfahren, über welche User auf Ihre Webseite gelangen.

Wesentlich mehr Insights erhalten Sie, wenn Sie über Akquisition > Search Console > Suchanfragen gehen. Wie genau Sie ihre Daten aus der Search Console mit Google Analytics verknüpfen können, erfahren Sie beispielsweise hier. Der Prozess ist denkbar einfach. Und er lohnt sich unbedingt.

Über den Menüpunkt Suchanfragen bekommen Sie nun deutlich mehr Keywords angezeigt, über die User im ausgewählten Zeitraum auf Ihre Seite zugegriffen haben – mit der entsprechenden, durchschnittlichen Position in Google!

Um die gewünschten Keywords aufgelistet zu bekommen, setzen Sie nun am besten noch einen Filter und befehlen GA, nur die Schlüsselbegriffe anzuzeigen, die jenseits Position 8 ranken. Voilà!

Keywords in Google Analytics - Filter anwenden

Schritt 2: Suchvolumen ermitteln & Keywords priorisieren

Die so ermittelten Keywords exportiert man nun am besten mit der Exportfunktion. Anschließend werden alle irrelevanten Schlüsselbegriffe und Keywordphrasen eliminiert. Dies sind meist eine ganze Menge. Dabei sollte man gleichermaßen sorgsam wie konsequent vorgehen.

Nun ermitteln Sie über das Keyword Tool von Google das jeweils durschnittliche Nachfragevolumen der so identifizierten Begriffe und Phrasen. Das Ergebnis: Eine Tabelle mit quantitativen (Volumen, Zugriffe) und qualitativen (Keywords) Angaben über von Usern gestellte Suchanfragen.

Nicht selten ist eine solche Tabelle sehr umfangreich. In einem ersten Schritt empfehlen wir daher, die Keywords mit geringem Suchvolumen auszuschließen, um eine bessere Übersicht zu erhalten.

Schritt 3: Zielseiten identifizieren

Was Sie jetzt noch tun müssen ist, für die spannenden, bzw. spannensten Begriffe (ziemlich gutes, aber eben nicht richtig gutes Ranking bei gleichzeitig hohem Nachfragevolumen) die entsprechende Zielseite zu ermitteln. Also jene Seite, auf der ein Nutzer landet, wenn er den Treffer in der Suchmaschine anklickt. Denn auf diesen Seiten werden Sie ihre Hebel ansetzen. Um die jeweilige Seite zu ermitteln, führen Sie einfach eine Keywordabfrage in Goolge aus.

Wundern Sie sich übrigens nicht, wenn die tatsächliche Position in der Suchmaschine nicht dem Wert aus Ihrer Tabelle entspricht. Hierfür gibt es eine ganze Reihe von Gründen die von personalisierten Suchergebnissen bis hin zu unterschiedlichen Google Datencentern reicht.

Schritt 4: Kannibalisierung vermeiden

Sie haben nun die jeweiligen (Unter-)Seiten Ihrer Webseite identifiziert, welche für die identifizierten Schlüsselbegriffe gut ranken – bei gleichzeitig aussichtsreichem Nachfragevolumen. An diesem Punkt sollten Sie ansetzen.

Jedoch: Bevor Sie nun mit der eigentlichen Optimierung beginnen, prüfen Sie unbedingt, ob diese Zielseite nicht bereits für ein anderes Keyword ein entsprechendes Ranking besitzt. Denn ist dies der Fall, käme es wohl im Zuge der anstehenden Optimierungsmaßnahmen zu einer klassischen Kannibalisierung: Ihre Maßnahme für KEYWORD A verbessert zwar dessen Ranking, frisst aber gleichzeitig das gute Ranking eines anderen KEYWORDS B auf. Ein solcher Zielkonflikt ist zu vermeiden.

Schritt 5: Low Hanging Fruit?

Schlussendlich wird die Frage nach der „einfachen“ Verbesserung des Rankings nun mit einem Blick auf die bereits erfolgte oder nicht-erfolgte Optimierung der Zielseite für eben diesen Schlüsselbegriff beantwortet. Denn oftmals ist es so, dass Seiten für Begriffe eher über ein „zufälliges“ Ranking verfügen. Ist dies für die identifizierten Keywords der Fall?

Falls ja, lohnt sich eine entsprechende Optimierung nun unbedingt. Inwieweit eine Seite auf einen Begriff bewusst optimiert wurde oder nicht, stellen Sie am besten fest, indem Sie

  • Seitentitel, also <title> und
  • Hauptüberschrift, also <h1> der Seite in Augenschein nehmen.

Beinhalten die beiden Elemente den Schlüsselbegriff, bzw. die Keywordphrase? Wenn nein, ergibt sich das Ranking tatsächlich eher „zufällig“. Genau genommen bedeutet dies, dass Google dem Inhalt mit Blick auf den Term eine gewisse Güte zuweist, es aber eben noch „Luft nach oben“ gibt. Und genau diese Luft nach oben sollten Sie nutzen, indem Sie die wichtigsten Faktoren zur Onsite-Optimierung konsequent umsetzen.

Methodik: In medias res

Noch einmal: Den wichtigsten Teil der Arbeit haben Sie jetzt bereits erledigt. Bei unserer anfangs gestellten Frage, wie man relativ schnell Keywords in den SERPs pushen kann, haben wir bereits existierende Rankings ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt. Wir haben im Rahmen einer umfassenden Analyse für uns interessante Keywords identifiziert, für welche wir bereits ranken und ausgeschlossen, dass ein Eingriff in die Zielseite dieser Begriffe andere wertvolle Rankings stören könnte.

Damit ist der Prozess der Analyse abgeschlossen. Der letzte, gleichwohl sehr wichtige Schritt ist nun die Überführung dieser Erkenntnisse in Maßnahmen zur Verbesserung der Rankings mittels geeigneter SEO-Methodiken. Dabei beschränken wir uns an dieser Stelle auf den Bereich, den man als Seitenbetreiber vollauf kontrolliert: Die eigene Webseite, den eigenen Content.

Schritt 6: Die Optimierung

Um das Ranking der identifizierten Schlüsselbegriffe und Suchphrasen zu verbessern, empfiehlt sich die folgende Vorgehensweise der Onsite-Optimierung.

  • Meta Element Title: Das Keyword, bzw. die Phrase sollte genau so, wie in der Tabelle ausgewiesen – also ohne zusätzliche Zeichen oder Bindestriche oder dergleichen – in das Meta Element <title> eingebaut werden. Und zwar an den Anfang des Elements.
    Das Meta Element Title beinhaltet den Titel der Seite und ist eines der, wenn nicht das wichtigste Element der Onsite-Optimierung. Da es Meta Element ist, findet sich der Titel nicht als eigentlicher Inhalt auf der Seite. Vielmehr liefert das sogenannte Title-Tag dem Browser die Iformation, worum es auf der Seite geht / gehen soll. Der Titel wird dann etwa von Google als klickbarer Link in der Suchergebnisseite angezeigt. Auch wird eben dieser Seitentitel im Browser als Überschrift für die jeweilige Seite / den jeweiligen Tab angezeigt.
  • Hauptüberschrift: Bedenken Sie, dass Optimierung zwar auf Google abzielt, aber eben definitiv nicht nur auf Google. Welchen Sinn macht es heute, auf einen Inhalt zu optimieren, der dem User dann nichts zu bieten hat, sodass dieser die Seite verlässt? Keinen! Ganz im Gegenteil – eine solche Optimierung wäre eine De-Optimierung, da Google das User-Verhalten in bestimmten Fällen und Grenzen messen kann und dieser Signale (etwa das Verlassen einer über die Suche aufgerufenen Webseite) in die qualitative Bewertung und damit das errechnete Ranking einfließen lässt.
    Sie sollten also den zu optimierenden Term – bestenfalls auch hier exakt so, wie in der Tabelle ausgewiesen – in die Hauptüberschrift H1 einfügen. Somit optimieren Sie… für Google oder für den User? Für beide! Sowohl für Google ist diese Information innerhalb der Hauptüberschrift von Relevanz. Unbedingt aber auch für den Leser, der Texte gerne screent und schnell erfassen möchte, worum es eigentlich geht.
  • Keywordverwendung: Falls Sie schon einmal etwas von der „Keyword-Density“ und deren Einfluss auf das Ranking gehört haben. Streichen Sie diesen Begriff aus Ihrem Vokabular. Tunlichst sollte man es vermeiden, den Term nun x-mal an allen möglichen Stellen einzubauen. Ein Text sollte unbedingt natürlich wirken. Denken Sie daran: Sie schreiben für User, nicht für die Suchmaschine! Der Suchmaschine sollten Sie lediglich an den relevantesten Stellen einen Hinweis dahingehend liefern, wozu genau Sie etwas zu sagen haben! Also Keywort-Dichte vergessen. Was Sie jedoch tun sollten, ist, den Term möglichst am Anfang, bestenfalls im ersten Satz einmal zu verwenden. Im laufenden Text dürfen Sie sich dann gerne wieder auf Ihre Botschaft konzentrieren, ohne ständig das Keywort im Hinterkopf zu haben. Klug ist es jedoch, sich einmal zu fragen, welche „Verwandschaft“ die Botschaft selbst aufweisen könnte und solch verwandte Begriffe sinnvoll in den Text einweben. Nicht nur der User schätzt es, wenn ein Text über den Tellerrand hinaus blickt. Auch Google honoriert ein solch „semantisches Upgrade“.
    Falls Sie diesbezüglich Hilfe benötigen, können Sie wiederum Google selbst konsultieren. Geben Sie einfach ihre Botschaft, ihren Key-Term in den Suchschlitz bei Google ein. Ganz am Ende der Ergebnisseite findet man stets die „Verwandten Suchanfragen“ – ein guter erster Hinweis, wie sich ein solches semantisches und / oder inhaltliches Upgrade erzielen ließe.
  • Zwischenüberschrift: Wir empfehlen außerdem, den avisierten Suchterm auch in einer Zwischenüberschrift (H2) einzubinden. Dort kann jedoch auch ein Synonym verwendet werden (lautet ihre Suchphrase etwa „Kindergärten in München“ können Sie an dieser Stelle auch „Die besten Kitas in der bayerischen Landeshauptstadt München“ nutzen.)

Abschließende Bewertung

Selbstredend gäbe es nun im Bereich der Onsite-Optimierung noch mehr zu tun, beispielsweise sollten Sie entsprechende Bilder oder auch Videos einbinden und auch diese verschlagworten (z.B., indem Sie Bildern einen entsprechenden Bildtitel verpassen).

Dies ist aus unserer Sich jedoch erst einmal nicht zwingend notwendig. Vielmehr sollten Sie nach getaner Arbeit die Rankings nach Ablauf von ca. 10 bis 15 Tagen erneut prüfen um zu eruieren, welche Rankingverschiebungen sich ergeben haben oder auch nicht ergeben haben.

Meist ist es so, dass sich innerhalb dieses Zeitrahmens ein Ranking verbessern sollte. Ist dies nicht der Fall, werden sich mutmaßlich auch weitere Onsite-Maßnahmen nicht auszahlen.

Autor

i and i

i and i

I AND I ::: Agentur aus Hamburg. Gezielt treffen, kreativ auffallen. Agentur aus Hamburg mit über 10 Jahre Erfahrung im digitalen Marketing: Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenwerbung, Content, Social Media, Analyse, Konzeption- + Strategieentwicklung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

Spamschutz. Bitte rechnen Sie * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.