2011-05-06 11:00
| Kurz gesagt: |
Die vordersten Positionen der Suchmaschinenergebnisseiten wecken zu Recht weiterhin Begehrlichkeiten. Dabei unterscheiden sich Klickraten auch danach, ob die jeweiligen Keywords einen hohen Wert im Sinne der Suchmaschinenwerbung haben. Ein weiterer, sehr interessanter Unterschied ergibt sich, wenn man die Klickraten der Head Terms mit denen des Long Tails vergleicht... |
Die folgenden Erkenntnisse und Werte stammen aus einer Studie, die auf der Optify-Software basiert. Dabei wurden (bezogen auf den US-amerikanischen Markt) über den Zeitraum von einem Monat 250 Websiten und deren Keywords "gemappt", d.h. es fand ein Monitoring der insgesamt auf das Setting an Webseiten bezogenen 10.000 Keywords statt. Dabei berechnete man für das jeweilige Keyword die durchschnittliche Klickrate und stellte diese in Bezug zur Position auf der Ergebnisseite bei Google (SERP - Search Enginge Result Page). Somit erhielt man eine aktuelle"CTR curve", also eine Kurve, welche die Klickraten wiedergibt. Neben dieser aktuellen Klickratenverteilung stellte man sich allerdings weitere Frage, deren Antworten äußerst interessant erscheinen:
Folgende Kurve gibt nun eine Antwort auf die Frage, welche Position eines Keywords in der SERP welche Klickrate nach sich zieht.

Es zeigt sich der enorme Wert der ersten Position, die knapp über 36 Prozent aller Klicks auf sich vereint. Platz zwei schöpft immerhin noch knapp 13 %, Platz drei noch knapp 10 % ab. Damit bedienen die ersten drei Treffer in der SERP ca. 60 % des Suchvolumens.
Eine interessante Fragestellung bei der Studie war außerdem die nach der Korrelation zwischen Klickrate und "Wert" des Keywords bei Google AdWords. Die wenig überraschende Antwort lautet hier, dass bei steigenden Klickpreisen in Google AdWords die Klickrate abnimmt. Warum überrascht das nicht? Die nahe liegende Vermutung lautet hier, dass (und ersteres ist kaum eine Vermutung) teure Klickpreise bei Google AdWords auch bedeuten, dass Suchmaschinenoptimierung hier ebenso hohe Kosten verursachen würde, um das Keyword in der organischen Suche nach oben zu pushen. Die Folge: Die Optimierung wird vernachlässigt und man konzentriert sich auf andere Strategien, wie die der Suchmaschinenwerbung (SEA). Häufig werden dann jedoch nicht nur wenige Anstrengungen dahingebend unternommen, die Keywords nach vorne in den SERPs zu bringen. Auch die Optimierung von Linktexten der Suchmaschinenergebnisse oder der Descriptiontexte wird vernachlässigt. Das Ergebnis: Die Treffer erscheinen für den Suchenden im wahrsten Sinne des Wortes weniger ansprechend.
Vergleicht man die Klickrate der sehr populären Keywords, Ein- bis Zweiwortabfragen, bzw. generischen Keywords, welche über ein sehr großes Suchvolumen verfügen mit komplexeren Mehrwortabfragen, die umgekehrt ein geringeres Suchvolumen aufweisen, kommt man zu folgendem Ergebnis:

Man erkennt den deutlichen Unterschied im Kurvenverlauf. Mit Ausnahme der Position eins liegt bei den Long Tail Keywords die Klickrate durchweg (und deutlich) höher als bei den "Head" Keywords. Zudem liegt die Klickrate für die Head Keywords ab Position zwei bereits im sehr niedrigen Bereich. Hier eröffnen sich (nach fallweiser Abwägung!) für die Suchmaschinenoptimierung interessante Ansätze. Denn - so die Autoren der Studie - der Versuch eines Pushs eines Head Keywords auf Platz eins kann kumulativ und unter Berücksichtigung obiger Zahlen betrachtet weniger Sinn machen, als verschiedene Long Tail oder Mid-Tail Schlüsselbegriffe überhaupt erst einmal auf Seite eins in der SERP zu schieben!
Quelle: www.optify.net