2011-02-23 00:00
| Kurz gesagt: |
Via Smartphone und Apps bieten Unternehmen nun Gutscheine dort an, wo sie für Kunden besonders interessant sein könnten: Am POI. |
Es scheint die logische Konsequenz einer Entwicklung zu sein, die mit Groupon erst ihren Anfang nahm. Der Wert des Gutscheins als verkaufsförderndes Instrumentarium wird wiederentdeckt. Groupon - ein Anbieter für Gutscheinaktionen via Internet - erfreut sich eines überragenden Interesses. Hierbei werden via Verknappungsstrategien sogenannte Deals mit einer Vielzahl an großen, kleinen, mittleren, nationalen und internationalen Unternehmern und Dienstleistern angeboten. So kann der Friseurbesuch schon mal halb so teuer werden wie normal. Das Ziel ist klar: Die Unternehmen und Dienstleister gehen vor allem auf Neukundenfang mit den Coupons. Dabei ist Groupon nur ein Anbieter von derartigen Gutscheinen. Jedoch wohl derjenige, der Coupons für Unternehmen und Kunden wieder im großen Stil salonfähig (bzw. interessant, oder sagen wir "sexy") gemacht hat.
Der nun folgende Schritt ist die logische Weiterentwicklung, bedingt durch die Möglichkeiten des mobilen Internets und damit der Smartphones: Unternehmen bieten Kunden über das Internet oder Apps Gutscheine bezogen auf deren momentanen Standort an. Theoretisch bedeutet dies, dass sie gerade an irgendeinem POI (Point of Interest) unterwegs sind - etwa der Kölner Innenstadt - und gerne eine gute Pizza essen wollen würden. Ein kurzer Blick auf das App... vielleicht gibt es ja eine Pizzeria, die einen Gutschein anbietet?
Allen voran machen die Social Media als Nutzer solcher Applikationen mit Couponing-Anbindung den Anfang. Erst war es Facebook mit deren Facebook Deal (App: Facebook Orte) Anfang Februar. Kurz vor dem Launch ihres Apps stehen die VZ-Netzwerke. Der Hype um das mobile Couponing ist derzeit noch nicht auf Unternehmenseite entfacht, sieht man sich die eher geringe Anzahl der Unternehmen an, die bei dieser Form des mobilen Couponings dabei ist. Sieht man sich allerdings die Historie von Groupon an und die Möglichkeiten, die sich durch das verteilen von Gutscheinen für Anbieter ergeben, dürfte diese Anbindung der virtuellen Welt an die reale Welt jedoch über Kurz oder Lang einschlagen. Insbesondere auch, da wohl in nicht allzu ferner Zukunft so gut wie jeder mindestens ein Smartphone mit Internet-Flat in der Tasche haben wird.